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Fazit Fotofestival Zingst 2014

Das Fotofestival „HORIZONTE 2014“ in Zingst ist seinem Anspruch treu geblieben und hat alle Erwartungen übertroffen. Diese besondere Mischung aus unterschiedlichsten Angeboten, Know How für Anfänger und Profis, Seminaren, Workshops, Fotomarkt, Ausstellungen und das Flair des kleinen Ostseebades bezauberte auch in diesem Jahr.

Nirgends ist eine vergleichbar entspannte Atmosphäre zu finden, in der Fotografen aller Leistungsklassen und unterschiedlichstem Anspruch sich gemeinsam dem Thema Fotografie widmen. Der offene Austausch, das Suchen und Teilen des besonderen Augenblicks bringt Menschen aus aller Welt für 14 Tage in ein kreatives und überaus anregendes Umfeld an den Darß.

Selbst 2 Tage mit Windstärke 9 konnten kaum jemanden aus der Ruhe bringen, war dies doch willkommene Gelegenheit Neues – Fotografie in und mit dem Sturm – auszuprobieren.

Einzig und allein war zu bedauern, daß das gewohnte abendliche Strandleben an diesen Tagen zum Erliegen kam, da die überaus beliebte und wunderbare SUN-BOUNCE Lounge geschlossen werden und die „Bilderflut“ in der Multimediahalle stattfinden mußte.

Allen Akteuren, Referenten, Sponsoren und vor allem den Veranstaltern gilt der Respekt vor einer wirklich und großartigen Leistung.

Ich freue mich auf 2015!

REGO für Fotografen

Ich selbst nutze REGO mit zunehmender Begeisterung. Zur Verwendung für fotografische Aufgabenstellungen hier ein Blogeintrag von Aaron Stanley auf http://10stops.com :

This article is a brief review of Rego for iPhone and how it pertains specifically to photographers. For a full review of features, visit ShawnBlanc.net

That little cafe you found. Those remote hikes. That special vacation.
With Rego, you’ll never forget a place again.

Rego, “The Place for All Your Places,” hit the iTunes App Store today and I’m officially in love. It facilitates a fast and easy way to capture, save and share your favorite locations. You could even take it a step further in saying that it helps you capture your favorite moments as they relate to a specific location, though it is not a journal by any means. So what is it, exactly? I call it “location bookmarking” and it’s super-helpful for photographers – especially those who shoot landscapes and/or travel.

Rego let’s you easily bookmark a location, whether you are physically in that location or not, using maps and pins – kind of like Google Maps. If you are physically visiting a location you want to remember or share, just launch the app, tap the + icon, give it a name and save. Done. If you are not physically at the location, you can use Rego to find it on the map, drop a pin and follow the same process. Once you have saved a location, you can add photographs or notes for greater detail – though there’s no obligation to do so. So how does this benefit photogs? Glad you asked.

Have you ever been driving with a friend and spotted a sweet landscape you want to shoot one day, maybe when the light falls better? Maybe hiking somewhere with your wife, but didn’t bring your favorite camera to capture the surprising views afforded by the trails? Perhaps you’ve traveled to a new city for work, with little time for leisure, but you’d like to return to shoot a landmark building in all of its glory? If you have Rego, you can save all of those items and refer back to them later, when appropriate. You can even open the map in Google or Apple Maps for directions back to the location. To make things better, you can create collections to organize your locations by topic, city etc. Whatever works for you.

Here’s another use – I have about 9 locations, near and around Baltimore, that I like to return to several times a year to photograph. I think they are real gems for photographers and therefore, places I also like to share with others. With Rego, I have saved them all to a collection called “Photo Destinations, MD.” Any of those 9 locations can be easily shared with a friend or fellow photographer looking to catch some nice views near by. I’ll show you how easy it is – here’s my collection:

Baltimore Inner Harbor
Patterson Park Pagoda
Ocean City Shoreline
Amtrak Susquehanna River Bridge
Double Rock Mini Falls
Mariner Point Park
Domino Sugars Factory
Loch Raven Reservoir
Kilgore Falls

For each I’ve attached a photograph and – where appropriate – a note so that any photographer I share these locations with, has a fair idea what they can expect to capture, and any details they may find helpful. If any of these links are opened using an iPhone, with Rego installed, you can save the location from mobile Safari straight to the app. Easy-peasy.

For travellers, Rego is a life saver.

Create a collection for your trip and add the places you plan to visit. Plan your itinerary by checking how far everything is from your hotel. And while there, use Rego to capture your trip in photos and notes. Yep—even without a data connection. No roaming charges!

I’ve already created a collection for this sort of thing. In April, I am traveling to Cincinnati, OH for a conference and while I am there, I want to make the best use of my time as a tourist/photographer. So I’ve taken the time in advance to research the locations I want to shoot within walking distance of my hotel and saved them to a collection in Rego. In a separate collection, I have saved all of the places I’d like to visit for leisure or recreation while I am there. Itinerary, done.

If you’re a photographer who loves to travel and/or share your favorite places to shoot, Rego is definitely worth a go. Right now, you can download Rego for free on the App Store and add up to ten places before being prompted to upgrade. It’s a clever way of implementing a sort of try-before-you-buy model – one that I find very gracious and considerate of its users. The upgrade will only cost you $0.99 USD during the launch sale, but will increase to $2.99 in the coming weeks. Do yourself a favor, forego the coffee today and buy this app. I think you’re gonna love it.

Was kostet die Nutzung fremder Bilder

Jeder Fotograf kennt das Problem, Aufnahmen, die mit viel Mühe und Aufwand entstanden sind, werden aus dem Internet kopiert und ohne Genehmigung genutzt. Das Nutzen fremder Fotos scheint sich als eine Art Selbstverständlichkeit herausgebildet zu haben.

Der Gesetzgeber hier klare Regeln gesetzt und gibt dem Urheberrechtsinhaber die Möglichkeit Schadensersatz vom Nutzer zu verlangen. Oft aber gibt es Streit über die Höhe eines gerechtfertigten Schadensersatzes.

Hier hat Dipl. – Jur.  Sahra Schletter in in ihrem Artikel “ Aktuelle Übersicht zur Höhe des Schadensersatzes beim Fotoklau“ auf der Webseite rechtambild.de eine sehr interessante Zusammenfassung der aktuellen Rechtslage veröffentlicht, die hier zitiert wird:

Aktuelle Übersicht zur Höhe des Schadensersatzes beim Fotoklau

Dass die Verwendung von fremden, urheberrechtlich geschützten Fotos zu einem Schadensersatzanspruch führen kann, sollte allgemein bekannt sein. Hinsichtlich der Höhe gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen, wie folgende Übersicht zeigt.

Grundsätze der Berechnung

In der Regel wird die Schadenshöhe im Wege der sog. Lizenzanalogie ermittelt. Zwar ermöglicht § 97 Abs. 2 UrhG anstelle dessen auch die Erstattung des konkret entstandenen Schadens oder des entgangenen Gewinns, jedoch ist dies vor Gericht häufig nur schwer zu darzulegen und in genaue Zahlen zu fassen. Daher werden diese Alternativen in der Praxis nur sehr selten angewendet.

Im Rahmen der Lizenzanalogie wird darauf abgestellt, was die Parteien vereinbart hätten wenn ein Vertrag zur Bildnutzung abgeschlossen worden wäre. Der konkrete Schaden ist demnach der Betrag, den der Urheber für die Verwendung der Bilder erlangt hätte.

MFM-Tabelle als Anhaltspunkt

Ist der Urheber ein professioneller Fotograf, so kann er die Summe verlangen die er üblicherweise für seine Bilder verlangt. Kann er beispielsweise anhand von vergangenen Rechnungen beweisen, dass er bei einer vergleichbaren Nutzung eines Bildes einen bestimmten Betrag verlangt, so kann er ihn in der Regel auch als Schadensersatz verlangen.

Liegen keine anderen Vergleichswerte vor wird darauf abgestellt was in der Branche üblich ist. Dies wird in der gerichtlichen Praxis häufig mit Hilfe von Vergütungstabellen gehandhabt. Für Fotografen ist dies die Honorarempfehlung der die Mittelstandsgemeinschaft Fotomarketing (MFM, vgl. BGH GRUR 2006, 136 (138) – “Pressefotos“). Anhand der MFM-Tabelle lässt sich unter anderem die Art und der Umfang der Nutzung beziffern und somit ein konkreter Betrag ermitteln. Der Richter ist jedoch nicht an diesen Betrag gebunden. Er hat vielmehr bei der Ermittlung der Schadenshöhe alle Umstände zu berücksichtigen, die zur Feststellung einer fiktiven Lizenz nötig sind (vgl. § 287 ZPO). Die MFM-Tabelle kann daher ein hilfreicher Anhaltspunkt sein, aber sie ist kein Ersatz der individuellen Wertermittlung. Häufig – vornehmlich im privaten Bereich – findet sie auch keine Anwendung.

Da es letztlich in der Hand des jeweiligen Gerichtes liegt, die Höhe der fiktiven Lizenz festzustellen, können die Schadensersatzbeträge stark variieren.

Aufschlag für Nichtnennung des Fotografen

In der Regel kann der Urheber bei der Berechnung des Schadensersatzes noch mit einem Aufschlag auf die fiktive Lizenzgebühr rechnen, wenn der Verletzer ihn nicht als Urheber kenntlich gemacht hat. Es sei an dieser Stelle jedoch darauf hingewiesen, dass sowohl das “ob” als auch das “wie viel” dieses Aufschlags im Ermessen des Richters liegt. Auch wenn in der Vergangenheit häufig mit einem 100%igen Aufschlag gearbeitet wurde, so ist dies nicht in Stein gemeißelt.

Übersicht aktueller Rechtsprechung

OLG Braunschweig – Urteil vom 8. Februar 2012, Az.: 2 U 7/11:

Hier hatte der Beklagte vier Produktfotos des Klägers bei Ebay eingestellt, wobei er nicht gewerblich handelte und der Kläger auch kein professioneller Fotograf war – das Geschehen sich somit im privaten Bereich abspielte. Die MFM- Tabelle wurde deshalb nicht zur Bemessung herangezogen. Das Gericht sprach dem Kläger 20,00 Euro pro Foto zu – ohne Aufschlag wegen fehlender Urhebernennung. Auch in anderen, ähnlich gelagerten Fällen gingen die Gerichte von einem Schadensersatz in gleicher Höhe aus (u.a. OLG Brandenburg, Urteil vom 3. Februar 2009, Az.: 6 U 58/08; LG Düsseldorf, Urteil vom 24.10 2012, Az.: 23 S 66/12; anders bspw.: AG Hannover, Urteil vom 24.04.2013, Az.: 550 C 1163/12: 30,00 Euro sind angemessen; AG Köln, Urteil vom 24. Mai 2012, Az:. 137 C 53/12: 45,00 Euro pro Bild unter Berücksichtigung der MFM-Liste auch für Hobbyfotografen).

LG Hamburg – Urteil vom 17. Juli 2012, Az.: 310 O 460/11:

Streitgegenständlich war eine Luftbildaufnahme, die der Beklagte für seine Website nutzte. Da die Aufnahme von dem Kläger professionell angefertigt wurde, nahm das Gericht die MFM-Tabelle zur Schätzung als Berechnungsgrundlage und kam auf einen Wert von 650,00 Euro. Da es sich zudem um eine Luftbildaufnahme handelte wurde der Betrag  im Einklang mit der MFM-Liste auf ca. 1.350,00 Euro erhöht.

LG Düsseldorf – Urteil vom 24. Oktober 2012, Az.: 23 S 386/11:

Das professionell aufgenommene Bild eines Schnitzels auf einer Website wurde vom Gericht auf einen Wert von 270,00 Euro festgesetzt. Zur Bemessung wurde die MFM-Tabelle herangezogen, da keine private Nutzung vorlag. Außerdem wurde dem Kläger noch ein 100%iger Aufschlag wegen fehlender Urheberbenennung zugesprochen, also insgesamt ein Schadensersatzanspruch von 540,00 Euro.

OLG München – Urteil vom 8. Dezember 2013, Az.: 6 U 1448/13:

Wie RA Paloubis auf seiner Seite berichtet (paloubis.com), hatte der Beklagte Produktfotos aus dem Onlineshop des Klägers kopiert und für seinen eigenen Onlineshop verwendet. Die Fotos seien zwar nicht professionell angefertigt worden, jedoch trotzdem von hoher Qualität. Deshalb sprachen die Richer dem Kläger 100,00 Euro pro Foto zu und außerdem einen 50%igen Aufschlag, weil er nicht als Urheber kenntlich gemacht wurde. Da der Kläger jedoch kein professioneller Fotograf sei, könne auch hier die MFM-Tabelle nicht angewendet werden.

Fazit

Wie die Beispiele zeigen, wird die Schadensersatzhöhe immer individuell vom Gericht ermittelt. Von einigen Abweichungen abgesehen werden die MFM-Empfehlungen in der Regel nur in vollem Umfang herangezogen, wenn auf beiden Seiten Personen stehen, die im Zusammenhang mit ihrer beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit gehandelt haben.

Relevante Anhaltspunkte für die Schätzung und auch für die Gewährung eines etwaigen Lizenzaufschlages sind regelmäßig:

  • Anzahl der Bilder,
  • Professionalität/Qualität,
  • kommerzielle Absichten sowie
  • Umfang der Nutzung.

Quellenangabe:
Der zitierte Artikel stammt von Sahra Schletter und ist nachzulesen unter dem folgenden Link:
http://www.rechtambild.de/2014/01/die-hoehe-des-schadensersatzes-beim-fotoklau/

Das Nordlicht, nicht nur eine fotografische Herausforderung

Jeder hat es schon einmal auf einem Foto gesehen und ist sofort vom Polarlicht, auch Aurora Borealis genannt fasziniert.

Ich hatte die Gelegenheit das Nordlicht weit nördlich des Polarkreises zu beobachten und zu fotografieren. Hier nun einige Informationen,  Hinweise und Ratschläge:

Wie entsteht das Nordlicht

Die aktuelle Vorhersage für Tromsø und Reykjavik

Polarlichter oder auch Nordlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Magnetosphäre auf einige schwere Ionen in den oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Hierbei werden Prozesse ausgelöst, die letztendlich zu einer vorübergehenden Änderung der Elektronenkonfigurationen in den Atomstrukturen führen. Stellt sich nach einer relativ kurzen Zeit die ursprüngliche Konfiguration wieder her wird Licht ausgesandt, es entsteht das Nordlicht. Im Grunde genommen handelt es hierbei um eine besondere Art der Fluoreszenz.

Aus WIKIPEDIA (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Polarlicht):
„Polarlichter treten hauptsächlich in den Polarregionen auf, denn die Sonnenwindteilchen, ein elektrisch geladenes Plasma mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 500 bis 833 km/s (bis zu 3.000.000 km/h) und einer Dichte von ca. 5 × 106 Teilchen pro m3 in Erdnähe, werden vom Magnetfeld der Erde zu den magnetischen Polen gelenkt. Die Teilchenbewegung erfolgt letztlich in Richtung der Feldlinien. Am magnetischen Pol verläuft das Magnetfeld senkrecht zur Erdoberfläche, und die Teilchen können in die Erdatmosphäre eintreten. Das Plasma benötigt bis zum Eintreffen bei einem Erde-Sonne-Abstand von rund 150 Millionen Kilometern rund zwei bis vier Tage.

Polarlichter kommen sowohl in nördlichen Breiten vor (Nordlichter, auch Aurora borealis) als auch auf der Südhalbkugel (Südlichter, auch Aurora australis). Auch auf anderen Planeten des Sonnensystems werden diese Erscheinungen beobachtet. Voraussetzung hierfür ist, dass der Planet ein eigenes Magnetfeld und eine Atmosphäre besitzt.

Die Häufigkeit der Polarlichterscheinungen in mittleren Breiten (Mitteleuropa) hängt von der Sonnenaktivität ab. Die Sonne durchläuft einen Aktivitätszyklus (Sonnenfleckenzyklus), der vom Anfang (solares Minimum) über die Mitte (solares Maximum) bis zum Ende (erneutes Minimum) im Durchschnitt elf Jahre dauert. Mit diesem Zyklus schwankt auch die Häufigkeit von Polarlichtern. Insbesondere während des Aktivitätsmaximums (auch Solarmax, zuletzt 2011/2012) finden starke Eruptionen auf der Sonne besonders häufig statt. Die dabei ausgeschleuderten großen koronalen Massenauswürfe sind für Polarlichter in Mitteleuropa essentiell. In frühen und späten Phasen des Sonnenzyklus, nahe am solaren Minimum, treten viel weniger dieser Eruptionen auf und somit gibt es auch eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit für Polarlichter. Dennoch können auch im abfallenden und ansteigenden Sonnenzyklus starke Ereignisse beobachtet werden.

So wurden unter anderem im Herbst 2003 Polarlichter in Griechenland und auch auf den Kanarischen Inseln gesehen. Im Mittel können während der Phase des Solarmax im deutschsprachigen Raum etwa 10–20 dieser Leuchterscheinungen pro Jahr beobachtet werden, im Allgemeinen am Nordhimmel, nur bei besonders starkem Sonnenwind können sie auch in südlicher Richtung auftreten. Durch erdgebundene, visuelle Sonnenbeobachtung können Polarlichter kurzfristig vorhergesagt werden. Besser gelingt dies aber durch das Hinzuziehen von frei verfügbaren Daten der diversen Weltraummissionen von ESA und NASA zur Erforschung der Sonne und des Sonnenwindes. Da der Sonnenwind 2–4 Tage von der Sonne bis zur Erde benötigt, kann also in diesem Zeitabstand nach einer starken Sonneneruption mit Polarlichtern gerechnet werden.

Die statistische Ableitung, dass Polarlichter hauptsächlich im Herbst/frühen Winter, von Ende Oktober bis Mitte Dezember, sowie im späten Winter/Frühjahr, von Ende Februar bis Anfang April, auftreten, ist nicht absolut gesichert. Hier stehen zwar die Magnetfelder von Erde und Sonne besonders günstig zueinander, aber dieser Effekt ist aufgrund der geringen Neigung der Erdbahn gegen die Ekliptik eher zu vernachlässigen. Wahrscheinlicher ist es, dass besonders in den kältesten Winternächten die Beobachtungen aufgrund des Wetters sehr rar sind. Ähnliches gilt für die fehlenden Sommerbeobachtungen, denn zu dieser Jahreszeit herrscht im Norden die Mitternachtssonne und macht Polarlichtsichtungen praktisch unmöglich. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Polarlichter mit zunehmender Distanz zum jeweiligen Pol, etwa von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien aus, meist nur während des Aktivitätsmaximums der Sonne beobachtet werden können, was relativ selten ist. Mittels moderner Digitalkameras kann man jedoch auch während der weniger aktiven Phasen des Sonnenzyklus noch einzelne Ereignisse – von Mitteleuropa aus – dokumentieren.

Die Intensität der Polarlichter steigt seit 2007 wieder an und hat 2012 ihren letzten Höhepunkt erreicht. Laut der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA sollten es die stärksten Polarlichter seit 50 Jahren sein.

Polarlichter können verschiedene Farben haben. Grünes Licht entsteht durch Sauerstoffatome, die in gut 100 km Höhe angeregt werden, rotes Licht von Sauerstoffatomen in etwa 200 km Höhe. Angeregte Stickstoffatome senden violettes bis blaues Licht aus. Zur Anregung von Stickstoffatomen sind jedoch sehr hohe Energien notwendig und so lassen sich diese Farben nur bei starken Sonnenwinden beobachten.

Da der Sonnenwind außerhalb der Polarregionen nur selten tief in die Atmosphäre eindringen kann, sind Polarlichter in der gemäßigten Zone, also auch in Europa, meistens rot.“

Wo kann man das Nordlicht fotografieren

Das Polarlicht ist am besten von lichtfernen Orten aus zu fotografieren. Je näher man einer Stadt / einem Ort ist, des so stärker überstrahlen deren Lichter den Nachthimmel. Dies ist bei den notwendigen Belichtungszeiten sehr störend. Hinzu kommt, daß das Nordlicht keine permaneten Erscheinung über Stunden hinweg ist. Es beginnt oft sehr, sehr schwach zu strahlen.
In dieser Phase ist es selbst mit einem adaptierten Auge nur durch Testaufnahmen  feststellbar. Danach wird es stärker, überschreitet seinen Aktivitätshöhepunkt , um dann wieder langsam zu „verlöschen“. Die Zeiten die höchsten Aktivität in solchen Phasen (mind. Stärke 4) sind selbst in hellen Ortschaften deutlich wahrnehmbar und sind an Zauber nicht zu übertreffen.

Die notwenige Ausrüstung

  • Warme, winddichte Bekleidung, Polarnächte können sehr kalt und windig sein!
  • Ein stabiles Stativ wegen der langen Belichtungszeiten.
  • Eine Stirnlampe mit Rotfilter ist hilfreich, da man je nach Ergebnis der ersten Aufnahmen oft etwas an der Kamera verändern muß. Ein normales, sehr helles Stirnlicht entwöhnt die Augen wieder von der Dunkelheit. Eine normale Taschenlampe geht auf, jedoch hat man dann immer nur eine Hand frei.
  • Geduld, Geduld, Geduld.
  • Hohe Frustrationsresistenz wenn mal kein Polarlicht sichtbar sein sollte. Aber keine Bange, auch eine sternenklare arkitsche Nacht hat ihren sehr besonderen Reiz.
  • Beweglichkeit: Habe schon von Leuten gehört, die nur nach Norden schauten, während das Nordlicht im Süden hinter ihrem Rücken erschien. Also immer den Rundumblick behalten.

Grundeinstellungen der Kamera

  • Blitz: ausschalten
  • Filter: Pol- oder UV – Filter entfernen
  • Display: die Helligkeit des Displays so weit es geht reduzieren.
  • ISO: 400 bis max 1600, je nach Rauschverhalten des Sensors
  • Weißabgleich: Tageslichteinstellung / 5500 Calvin
  • Belichtungszeit: zwischen 10 – 30 sec.
  • Focus: auf manuell und unendlich stellen
  • Selbstauslöser: wenn möglich auf ca. 2 Sekunden einstellen, dies reduziert, wenn man keine Fernauslösung hat / benutzt die Verwackelungsgefahr
  • wenn möglich Aufnahmemodus: manuel(M)
  • wenn möglich Blende: kleinstmöglich
  • Brennweite: möglichst gering (Weitwinkel)

Wie fotografiert man das Nordlicht

Das Stativ sollte stabil aufgestellt werden, da es oftmals recht stürmisch sein kann.
Das Kameraobjektiv so ausrichten, daß im unteren Bereich nur ein schmaler Streifen den Horizonts zu sehen ist.
Die Ausrüstung nach dem Aufstellen so verpacken, daß man mit einem Griff alles an einen anderen Ort stellen kann. Das Polarlicht ändert schnell seine Richtung und Ausdehnung.
Da das menschliche Auge im Dunklen nur schwarz und weiß, ggf Grau unterscheiden kann, ist auch auf Erscheinungen zu achten, die sich zuerst wie leichte Wolken darstellen. Oft ist dies eine Wolke, in vielen Fällen aber deutet sich so die erste Phase eines Nordlicht an.

Die Nächte sollten dunkel und sternenklar sein.
Dies ist, und darauf sei hier noch einmal explizit hingewiesen, in Vollmondnächten selten der Fall. Bitte vergewissern Sie sich wann der Mond wo am Himmel steht. Schlimmstensfalls überstahlt er ein schwaches Polarlicht.

Wann sieht man das Nordlicht

Es gibt keine Garantie das Nordlicht zu sehen, es gibt aber Indikatoren, die ein Auftreten des Polarlichtes wahrscheinlich machen.
Grundsätzlich ist es auf der nördlichen Halbkugel zwischen Oktober und April in einem schmalen Streifen, der sich in Europa grob gesagt auf der Höhe von Tromsø und Rykjavik befindet und mit Abweichungen mal mehr nördlich und mal mehr südlich zu sehen ist. Diesen Streifen können Sie unten auf der ersten Grafik im aktuellen Zustand sehen.

Ein weiteres Indiz ist die Stärke der Aktivität, die in einer Skala von 0 bis 9 bemessen wird. Dieser als „Activity“ in der unteren ersten Grafik (links an der Seite) bezeichnete Wert ist höhe je stärker die Nordlichtaktivität ist. In der zweiten Grafik unten sieht man den aktuellen Verlauf der geomagnetischen Aktivität (Standort Tromsø) der letzten 33 Tage.

An den verschiedenen Orten, von denen man das Polarlicht beobachten kann gibt es normaler Weise Möglichkeiten eine Vorhersage zu erhalten oder man verläßt sich auf die Aussage, daß auf Tage an denen man das Nordlicht gesehen hat, weiter Tage der Sichtbarkeit folgen.

Letztendlich ist der 11 jährige Zyklus der Sonnenaktivitäten zu beachten, deren letzter Höhepunkt 2012 war. Je stärker die Sonnenaktivität ist, des so intensiver kann das Polarlicht wahrgenommen werden.

Links zum Thema Nordlicht

Die aktuellen Aktivitätsregionen auf der nördlichen Halbkugel in Form einer Grafik:

Quelle: NOAA Space Weather Prediction Center

Die aktelle Aktivität im 33 Tage Überblick, Standort Tromsø

Quelle: Universitetet i Tromsø mit Daten aus: http://geo.phys.uit.no/

 

Die Himmelsrichtung ( Abweichung von Nord – magnetisch -), in der die aktuellen Aktivitäten gemessen wurden:

Quelle: Alle data hentes fra Nordlysobservatoriet, Universitetet i Tromsø.

 

Eine Seite mit fast allen Informationen zu den aktuellen Rahmenbedingungen in englischer Sprache.

 

Gr. 46 – Model gesucht

Link zur Jobausschreibung in Modelkartei; Sedcard erforderlich

Umsetzung
Juli 2012 bis August 2012

Jobbeschreibung
Ich biete in den kommenden 2 Monaten  verschiedene Fashion – Shootings auf Pay – / TfP – Basis mit Petticoats, Petticoatmode und allgemeiner Tanzmode an.
Wir benötigen diesmal ein /mehrere  Model/-s mit der Konfektionsgrösse 46.

Voraussetzungen
Zumindest ein wenig Shootingerfahrung
Konfektionsgrösse 46

Verschiedenes
Dauer ca. 3 – 4 Stunden, Outfits werden gestellt, Visa nach Absprache
Termine auch nach Vereinbarung, alle Tage außer Sonntag.

Retro Shooting – Model gesucht

Link zur Jobausschreibung in Modelkartei; Sedcard erforderlich

Umsetzung
Mai 2012 bis Juni 2012

Jobbeschreibung
Ich biete in den kommenden 2 Monaten wieder verschiedene Fashion – Shootings auf Pay – Basis mit Petticoats, Petticoatmode und allgemeiner Tanzmode an. Die Aufnahmen sollen im Retro – Style umgesetzt werden.

Voraussetzungen
Shootingerfahrung
Haarfarbe: dunkel
Körpergrösse ca. 1,68 m
Konfektionsgrösse 36 bis 38

Verschiedenes
Dauer ca. 3 – 4 Stunden, Outfits werden gestellt, Visa nach Absprache
Termine auch nach Vereinbarung, alle Tage außer Sonntag.

Warum Berufsfotografen nicht kostenlos arbeiten können

Text by Tony Wu - German Translation by Bärbel Schumann-Henke

Lieber potentieller Fotokäufer!

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